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FALSCHE VORSTELLUNGEN ÜBER DIE SUZUKI-METHODE

Seitdem ich Studentin war und begann, mit der Welt der Geigenpädagogik ein bisschen Kontakt aufzunehmen, habe ich oft sehr verschiedene Meinungen über die Suzuki-Methode von Musikern und Lehrern gehört. Bezüglich dieses Themas habe ich sofort gemerkt, dass es zwei gegensätzliche Seiten gibt, die völlig unterschiedliche Ansichten haben.

 

Damals kannte ich diese Methode kaum, und die positiven sowie negativen Kritiken gegenüber der traditionellen Methode weckten meine Interesse.

 

Gleich zu Beginn: was ist tatsächlich die traditionelle Methode? Ist nicht diese traditionelle Methode eine Gesamtheit von vielen unterschiedlichen Methoden und Schulen außer der Suzuki-Methode? Warum dann diese Unterscheidung mit der Suzuki-Methode?

 

Nach meiner Ausbildung als Suzuki-Lehrerin weiß ich endlich, worum es in dieser Methode eigentlich geht, und kann mit Stolz sagen, dass ich nun eine überzeugte Verteidigerin bin! Wie ich danach erklären werde, sind ihre Ziele so rein und menschlich, dass die Kritiken dagegen, nach meiner Meinung, nur durch Informationsmangel und falsche Vorurteile entstehen. Das heißt aber nicht, dass ich die anderen Methoden verwerfe oder unterschätze. Ich habe selber bei traditionellen Lehrern Geige gelernt (mit guten und schlechten Erfahrungen), und dank ihnen kann ich heute als Musikerin leben und die Musik lieben.

 

Diese Tatsache bringt mich zu meiner ersten Überlegung: Das Wichtigste ist nicht die Methode, sondern der Lehrer. Bei jeder Schule oder Methode gibt es viele gute Lehrer, die solide Technik-Kenntnisse und feine Musikalität ihren Schülern übertragen können; jedoch viele andere, die diese Aufgabe leider nicht erfüllen. Es reicht nämlich nicht nur aus, gut zu spielen; es ist auch notwendig, gut unterrichten zu können. Das schafft man natürlich nur mit Erfahrung und vor allem mit viel pädagogischen Kenntnissen über alle technische Aspekte des Instruments und deren Entwicklung in jedem Alter des Schülers. Bei diesem Punkt haben die ausgebildeten Suzuki-Lehrer wahrscheinlich einen großen Vorteil: alle müssen eine lange Lehrer-Ausbildung machen, in der man sorgfältig jeden Schritt für ein optimales Unterrichten erlernt.

 

Nach dieser ersten Überlegung könnte vielleicht jemand denken: „Na ja! Wenn das Wichtigste der Lehrer ist, warum soll ich einen Suzuki-Unterricht für mein Kind bevorzugen?“ Gut, das kann man mit der Erklärung zu einer anderen Frage beantworten: „Was ist eigentlich die Suzuki-Methode?“ Und hier kommen wir zur Kernantwort, die wahrscheinlich viele Verleumder nicht kennen: „Die Suzuki-Methode ist eher eine Philosophie, deren Hauptziel darin besteht, durch die Erlernung eines Instruments und umgeben von einer positiven, motivierenden und liebevollen Atmosphäre, eine große Anzahl von Wertvorstellungen und Fähigkeiten beizubringen, um glückliche, fähige und großherzige Kinder zu formen". Das ist der Hauptunterschied zu der so gennanten traditionellen Methode, die sich nur auf eine Instrumentalausbildung konzentriert.

 

Diese Intellekts- und Persönlichkeitsförderung der Kinder durch die Musik, ist aus meiner Sicht, eine höchst wertvolle Arbeit in unserer heutigen Gesellschaft. Darum fällt es mir schwer zu glauben, dass jemand, der diesen Grundsatz kennt, die Suzuki-Methode ganz und gar ablehnt.

 

Neben dieser Philosophie hat die Suzuki-Methode eine charakteristische Unterrichtsart, die von der traditionellen Methode in einigen Punkten abweicht. Darum wirbelt sie ab und zu, aufgrund mehrerer falschen Vorstellungen, etwas Staub auf. Anschließend habe ich die häufigsten Vorurteile gegen die Suzuki-Methode gesammelt, und erkläre, warum diese Ideen falsch sind:

 

1.      "Suzuki war kein guter Geiger und deswegen konnte er keine gute Methode kreieren":

 

Shinichi Suzuki begann im Alter von 17 Jahren das Geigenspielen zu lernen, zuerst als Autodidakt und danach bei namhaften Lehrern wie Prof. Klinger. Stimmt, er wurde niemals ein virtuoser Geiger, weil er zu spät anfing, und vor allem weil das nie sein Hauptziel war. Er wollte durch die Geige die Kunst der Musik besser verstehen lernen, und sie als Mittel zur Erziehung von Kindern einsetzen.

Das Geigenlernen als Erwachsener war für ihn ein harter Weg, in dem er lernen musste, alle möglichen Probleme zu lösen. Dank dieser schweren Erfahrung konnte er eine solide und sehr gut sequenzierte Methode kreieren (wie oft haben wir große Solisten gesehen, die ihren Schülern oder Studenten nicht helfen konnten, da sie als Kind einfach keine Probleme hatten!). Außerdem ist die Suzuki-Methode heutzutage ständig unter Fachaufsicht und Korrektur, um sie zu den neuen interpretativen Stilen zu adaptieren.

 

 

2.      "Die Suzuki-Schüler können nicht Noten lesen, oder können sehr schlecht vom Blatt spielen":

 

Die Suzuki-Methode wird auch Muttersprachen-Methode genannt, weil sie darauf basiert, wie Kinder problemlos ihre Muttersprache erlernen. Wie bei der Sprache, lernt man das Instrument zuerst durch Nachahmung, erst später kommt das Notenlesen (zuerst sprechen, danach lesen und schreiben). Wenn die Kinder die Stücke auswendig spielen, können sie sich besser auf ihre Haltungen, Tonqualität und andere technische Aspekte konzentrieren, und dadurch alles besser, ohne die Ablenkung des Notenlesens, kontrollieren (ganz zu schweigen von der riesigen Entwicklung des Gehörs!).

Wenn die Schüler eine gewisse Fähigkeit erreichen, können sie mit dem Notenlesen anfangen. Wie ich davor schon sagte, hängt der Stellenwert der Notenlehre von der Qualität des Lehrers ab (wie bei jeder Schule!). Viele Suzuki-Lehrer verwenden dafür sehr viel Zeit mit den Schülern, mit extra Repertoire und durch das Orchester- oder Ensemblespielen.

Ein anderer Faktor ist, dass die Methode im Prinzip für Vorschulkinder, die nicht lesen können, gedacht war. Es hat keinen Sinn, dass ein Kind, das nicht lesen kann, mit dem Notenlesen beginnt. Allerdings, wenn ein älteres Kind mit der Suzuki-Methode anfängt, kann man fast parallel das Notenlesen unterrichten.

 

 

3.      "Nur die Kleinkinder dürfen mit der Suzuki-Methode anfangen":

 

Das ist eine falsche Behauptung, die ich oft gehört habe. Wie gesagt, war diese Methode besonders für Kleinkinder gedacht. Je früher man mit der Talenterziehung beginnt, desto bessere Ergebnisse kann man erreichen. Das heißt aber nicht, dass nur Kleinkinder alleine mit der Suzuki-Methode lernen dürfen. Alle Kinder, Jugendliche und sogar Erwachsene können von dieser Methode profitieren.

 

 

4.      "Ein 3-jähriges Kind kann keinen Instrumentalunterricht bekommen; das ist etwas unnatürliches":

 

Manche denken, dass z.B. ein Geigenunterricht für ein so kleines Kind nicht geeignet wäre. Entweder, weil seine Psychomotorik für sowas noch nicht genug entwickelt ist, oder, weil das eine zu harte und anspruchsvolle Aufgabe ist.

Die Suzuki-Methode respektiert das individuelle Lerntempo aller Schüler, die meistens ab dem 3. Lebensjahr für eine richtige Instrumentenhaltung und –ausführung vorbereitet sind. Man sucht eine allmähliche und natürliche Lernmethode, in der den Kindern in diesem Alter die Schwierigkeiten noch nicht bewusst sind. Das Hauptziel dabei ist, ihnen Freude und Spaß zu geben.

 

 

5.      "Die Suzuki-Schüler (auch die Kleinkinder!) müssen zuviel üben, und das ist wie eine Strafe, die demotiviert":

 

Eine sehr wichtige Voraussetzung bei der Suzuki-Methode ist das tägliche Üben. Dadurch will man dem Kind Fleiß, Disziplin und Beharrlichkeit beibringen; Eigenschaften, die sehr wertvoll für das Schul- und Arbeitsleben sind. Außerdem kann man sich nur mit einem konsequenten Üben verbessern, was deutliche Fortschritte schafft und die Motivation dadurch steigert.

Regelmäßiges Üben ist wichtiger als die Übungslänge. Am Anfang sind 5 Minuten pro Tag genug, vor allem bei Kleinkindern. Allmählich verlängert man die Übungszeit, aber immer in Übereinstimmung mit dem Alter des Schülers.

 

 

6.      "Da die Suzuki-Schüler durch Nachahmung lernen, haben sie einen großen Kreativitätsmangel":

 

Das ist ein ziemlich armes Argument. Das Erlernen aller Fächer braucht zuerst eine Nachahmungsphase. Alle großen Genies der Musik oder Malerei haben zuerst ihre Lehrer oder Idole nachgeeifert. Nach dieser Nachahmungsphase kümmern sich die Suzuki-Lehrer darum, die Kreativität und Persönlichkeit jedes Schülers zu fördern.

                                                                                                                         

 

7.      "Man kreiert Roboter-Schüler, die nichts ohne die Hilfe ihrer Eltern machen können":

 

Die Assoziation „Roboter/Suzuki-Schüler“ habe ich leider auch schon gehört. Manche Leute haben in YouTube Videos hunderte von asiatischen Suzuki-Kindern gesehen, die völlig identisch Geige vorspielen („wie Maschinen“). Gut, das nennt man nicht Roboter, sondern Disziplin und Fähigkeit des Zusammenspielens.

Außerdem ist die Mitarbeit der Eltern sehr wichtig in dieser Methode. Am Anfang müssen sie dem Kind beim häuslichen Üben helfen. Aber allmählich, wenn das Kind älter wird, traniert man die Unabhängigkeit zu den Eltern, um eine Selbstverantwortung zu erreichen.

 

 

8.      "So vieles Wiederholen der Stücke langweilt und demotiviert die Kinder":

 

Die Wiederholung ist ein anderes wesentliches Element in dieser Methode. Suzuki wusste, dass jede Fähigkeit nur durch viele Wiederholungen geschafft werden kann. Wenn ein Schüler ein Stück „gelernt“ hat, verlässt er es nicht. Es wird mit anderen Vorsätzen verwendet, um das Gelernte zu verstärkern und zu verfeinern.

Das ist besonders praktisch in den Gruppenstunden. Hier genießen die Kinder, die Stücke, die sie schon können, beim Zusammenspiel. Die Gefühle von Kontrolle und Bewältigung mit einem „alten“ Stück sind unentberlich, um die Motivation zu halten.

 

   9.    "Die Suzuki-Schüler spielen nur in der Gruppe vor, niemals als Solo":

 

Die YouTube-Videos, die ich in Punkt 7 angebracht habe, lassen viele Leute glauben, dass die Suzuki-Methode nur ein Gruppenunterricht ist. Das Zusammenspiel ist ein essenzielles Element für die Methode, und die Gruppenstunden sind total wichtig, da die Kinder Geselligkeit und Spiel miteinander brauchen.

Aber natürlich gibt es auch wöchentliche Einzelstunden. Darum spielt man in den Schülerkonzerten Gruppenstücke sowie Solo-Stücke.

 

 

10.      "Die Schüler haben eine arme Technick, weil sie nur die Stücke der Suzuki-Hefte lernen und keine Tonleitern oder Etüden üben":

 

Das ist eine ziemlich falsch verbreitete Vorstellung. Die Suzuki-Hefte sind Stückesammlungen (mit manchen Tonleitern und Übungen!), deren Ziel ist, die reine Übung ohne Musikalität zu minimieren. Vor allem, da die kleinen Schüler immer Musik interpretieren, erreichen sie die technischen Fähigkeiten ohne es zu bemerken.

Aber die Tonleitern und Etüden von bekannten Schulen sind natürlich auch nötig, wenn der Schüler ein gewisses Niveau hat. Ein guter Suzuki-Lehrer wird dieses Material, sowie andere wichtige Stücke vom Geigenrepertoire, als Ergänzung benutzen.

 

 

11.      "Die Suzuki-Kinder spielen viele Noten, aber ohne Tonqualität":

 

Im Gegenteil! Seit der esten Stunde ist das wichtigste Unterrichtsziel die Tonqualität durch eine richtige Haltung. Das gefällt mir persönlich sehr gut im Vergleich zu anderen Streicherschulen, in denen man bevorzugt, viele Noten zu lernen und die Tonqualität später zu entwickeln.

 

 

12.      "Die Anwesenheit der Eltern im Unterricht ist nicht gut für das Kind":

 

Wie schon erklärt, helfen die Eltern dem Kind beim Üben, und darum sollen sie im Unterricht dabei sein. Das erleichtert nicht nur die Ausbildung des Kindes, sondern schafft auch stärkere Familienbindung.

Die Mitarbeit der Eltern funktioniert meistens sehr gut. Manchmal jedoch machen sich bei einigen Kindern Konzentrationsprobleme bemerkbar, wenn die Eltern im Unterricht sind. In diesem Fall können die Eltern draußen warten, und am Ende des Unterrichtes bekommen sie dann die Erklärungen des Lehrers.

Wenn die Schüler groß genung sind, um allein zu üben, müssen die Eltern natürlich nicht mehr im Unterricht bleiben.

 

 

13.      "Die Suzuki-Methode ist nur für ehrgeizige Eltern, die wollen, dass ihr Kind ein Star wird":

 

Diese Meinung verliert die ganze Glaubwürdigkeit, wenn man die echte Suzuki-Philosophie kennt. Da die Methode sehr effektiv ist, erreichen viele Suzuki-Schüler ein ausgezeichnetes Niveau, und manche werden sogar berühmte Solisten (wie z.B. Hilary Hahn oder Ray Chen). Aber das ist nicht das Hauptziel.

 

 

14.      "Die Suzuki-Methode ist nur für talentierte Kinder":

 

Die selbe Erklärung wie im vorigem Punkt. Einer der Grundsätze von Suzuki war: „Talent ist kein Zufall der Geburt. Alle Kinder können lernen“.

 

 

Mit diesem Artikel hoffe ich, die Zweifel derjenigen, die die Suzuki-Methode nicht kennen, beseitigt zu haben.

 

Und zum Schluss würde ich gerne alle Musiklehrer (egal mit welcher Methode!) dazu  ermutigen, die Macht der Musik zu nutzen, um nicht nur den Schülern ein Instrument beizubringen, sondern auch bessere Menschen aus ihnen zu machen :)

 

 

Rocío Rossi Gallego

 

 

 

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HOW TO BECOME A SUZUKI-TEACHER

When I tell my student's parents that "this weekend I have Suzuki-Teacher-Training-Course", I realize that most of them don't really understand what I am going to do. For this reason, in this article I'll try to explain in which consists a Suzuki-Teaching-Training for we, the Suzuki teachers.

 

I supose you all know some of the benefits and basic concepts of Suzuki's pedagogy: to learn an instrument as it was the mother language; group and individual lessons are in the same way important for the learning; the engagement of the parents with their children and teacher etc.

 

But... What how do we become oficially into Suzuki teachers? That's a good question, which besides has a labourious answer!

 

Almost all the countries in Europe have a Suzuki National Federation, which at the same time are members of the European Suzuki Association. Their principal role/commitment  is to preserve the legacy of Dr. Shinichi Suzuki by publications, as well as to organise different activities such as workshops or conferences, and to get in touch students and teachers who follow this pedagogy. Part of their activity is to organise Teaching-Training-Courses, in order to give them instruction by the Suzuki-Method.

 

In Germany (where we do currently our training), this is structured in five levels:

- Level 1: Book 1

- Level 2: Book 2 and 3

- Level 3: Book 4 and 5

- Level 4: Books 6 and 7

- Level 5: Book 8, 9 and 10

 

Depending on the country you do your Training, it takes more or less to pass each level. In the Suzuki German Federation, each one is supposed to be succeeded in one year, so in general a full Suzuki-Training lasts for five years (one year per level).

 

ACADEMIC YEAR = ONE LEVEL

 

And what do we actually do every "academic year"? Many, many things!

 

1. weekend courses

 Every month or month and a half we travel to Hof (Nord Bavaria) to the Suzuki Academy, where the courses take place. The duration of each one is normally 10 hours, so it’s usually divided in two days (Saturday afternoon and Sunday morning). The Weekend-Courses are the most important part of our training and the most interesting for our liking. Normally we have to attend between six and eight courses per academic year.

 

What do we do? All the students of the same level analyze each piece of the corresponding books of the level we’re preparing, with the help of our teacher trainer. We learn the teaching points and goals of each song (yes, EVEN Twinkle-Twinkle!). 

 We study not only the technical and musical skills, but also how to explain it to a child. This means we need to study in depth the psychology and the mobility of children at different ages in order to make them to assimilate it the faster.

 

We also have the amazing opportunity to make teaching tests. What is this exactly? We teach to children different pieces of the level we’re preparing and our teacher trainer gives us a feedback after it.

2. to WRITE A WORK AND A DISSERTATION

We need to write all the teaching points of the books we're preparing in our level from three different points of difficulties: left hand, right hand and musical skills. We also have to indicate where are the most difficult excerpts and how to handle them in the lessons.

 

The dissertation consists in a short work about something we enjoy or like in the Suzuki Philosophy. The objective is to broaden our educational experience through this dissertation.

3. to ATTEND TO SUZUKI WORKSHOPS AND INDIVIDUAL LESSONS BY SUZUKI TEACHERS

If we want to turn into Suzuki teachers, it's obvious we need to see other mates in action! That's why we have to observe a Suzuki Workshop as well as individual lessons from another Suzuki teacher.

 

In the last two years we've gone to Preetz (North Germany), Mürrzuschlag (South Austria) and Weimar to watch  different workshops. Besides,  we saw the fantastic individual lessons of the well-known teachers Veronica Kimiti in Ingolstadt, Christopher Bossuat (France) and Masako Sakai in Bamberg.


4. LITERATURE ABOUT THE SUZUKI PEDAGOGY

The Man and His Philosophy, Nurtured by Love, Ability Development from Age Zero etc., are some of the many works about the Suzuki-Method.

5. CONFERENCES AND COURSES

Usually every year the German Suzuki Association organizes a Teacher Conference in Hof or Berlin. Very well-known Suzuki teachers host different topics of discussions, as well as another methods, advances in pedagogy, masterclasses with professional violinists etc.


6. final exam

Our goal and the end of every academic course, because every level needs to be succeed by an exam. An international examining board decides if we pass the level we've been preparing the whole academic year. Normally it takes place in month of November, in the Suzuki Academy in Hof. The exam consists in three parts:

 

1. Playing

For every level we prepare two pieces and we perform them in front of the board. This sounds relative easy, but actually it's not: we have to play it with "children technique". What means this? We're not allowed to play as soloists, but as a child did his best. So we can't play Twinkle-Twinkle with vibrato or a very relaxed bow posture, because a three-years-old child is not going to reach it.

 

2. Teaching

The examining board chooses one or two songs of the level we're examining for. We teach a child and they observe if we're able to do it. This means we have to learn by memory all the teaching points and to react fast to the student's difficulties.

 

Another added difficulty is that we have to learn by memory all the songs of the books from the level we're preparing (which sometimes is hard, because we must learn more than one full concert). This means that, for example, for the level 3 we have to memorize all the songs of books 4 and 5 (Vivaldi G-minor and A-minor full concerts, the three Seitz concerts, Perpetual Motion, Gavotte and so on).

 

3. Oral exam

The examining board asks us about teaching points, some specific aspects (for example: how develops Suzuki the use of spicatto from Book 1 to Book 4?), our experience by attending workshops etc. Sometimes we even have to show on the violin some required aspects they ask in particular.

 

If we pass, we receive a certificate, which proves that we're qualified to teach by Suzuki Method in that level.

 

 

 

Well! I told at the top of this article that we have to do many things for our Suzuki Training. Although it is a lot of work, at least we enjoy it very much and the most important: we learn to be better teachers.

 

 

 

Paloma López Alonso

 

 

 

 

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10 Vorteile der Instrumentalausbildung für Kinder

 

Seit dem antiken Griechenland spielt die Musik eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Sie ist nicht nur eine der beliebtesten Unterhaltungen, sondern auch eine Quelle der Vorteile für Geist und Körper. Heutzutage erforschen immer mehr Neurologen und Psychobiologen die Auswirkungen der Musik auf unser Gehirn. Die Ergebnisse, besonders bei den Kindern, sind erstaunlich!

 

Mit den letzten Erforschungen bewiesen die Wissenschaftler, dass Kinder, die eine Instrumenlausbildung genießen, eine größere Entwicklung in der Gehirnstruktur aufweisen. Das betrifft vor allem die motorischen, auditiven und visuellen Zonen, und steigert in einer globalen Weise die Leistung des Gehirns.

 

Hier haben wir zehn Vorteile einer Instrumentalausbildung bei Kindern gesammelt. Vielleicht fällt Dir noch mehr ein ;-)

 

  1. Sprache: Die Musik ist die universellste und, unserer Meinung nach, auch schönste Sprache. Aber nicht nur das! Ein Instrument zu spielen regt direkt die Gehirnzonen an, die verantwortlich für die Sprachfähigkeiten sind. Das bedeutet eine spürbare Verbesserung des Kindes bei Aspekten des Spracherlernens wie das Hörverständnis, das Lesen und Schreiben.
  2. Körperliche Kontrolle und räumliche Intelligenz: Das instrumentale Spiel trainiert kontinuierlich die Feinmotorik und die Koordination der Kinder. Das Bewusstsein über ihren eigenen Körper und ihre Bewegungen wird gestärkt. Außerdem wird ihr leiblicher Ausdruck gefördert und ihre rhytmische Körperkontrolle potenziert.
  3. Konzentration und mathematische Intelligenz: Die Konzentration ist unbedingt notwendig für ein erfolgreiches Erlernen des Instruments und wird durch das Üben gefördert. Sogar Kinder mit Konzentrationsproblemen erfahren eine Verbesserung durch die Arbeit am Instrument. Dieser Aspekt, verbunden mit dem mathematischen Charakter der Musik, erhöht die Fähigkeit des Probleme-Lösens in der Mathematik sowie im Alltag.
  4. Gedächtnis: Die kostante Verwendung der beiden Gehirnhälften, und die Wiederholung von unterschiedlichen Mustern beim Spielen, trainiert das Gedächtnis und potenziert die geistigen Fähigkeiten. Diese Punkte sind sehr hilfreich im Schulleben eines Kindes, wie zum Beispiel beim Frendsprachen-Lernen.
  5. Selbstwertgefühl: Niemand denkt, dass ein Instrument einfach zu spielen ist. Wenn das Kind allmählich die Ziele mit dem Instument erreicht, erfährt es ein angenehmes Zufriedenheitsgefühl, was ihm mehr Selbstvertrauen gibt. Das Lob des Lehrers für die gute Arbeit und die Bewunderung von Eltern und Publikum geben dem Schüler Sicherheit und helfen, den eigenen Ängsten entgegenzutreten.
  6. Befindlichkeit und Verhalten: Unser Lieblingslied anzuhören setzt Endorphine frei. Umso mehr, wenn wir selber das Lied spielen. Das erhöht die positiven Gefühle und wirkt als natürliches Beruhigungsmittel, was den Stress und die Mutlosigkeit senkt.
  7. Geselligkeit und Teamarbeit: Egal ob im Orchester oder in einer kleinen Musikgruppe, das Zusammenspiel ist ein wesentlicher Bestandteil der Instrumentallehre und eine große Motivation für die Schüler. Sogar die schüchternsten Kinder haben durch die Musik eine wertvolle Chance, mit anderen Kindern und Erwachsenen Kontakte zu knüpfen. Außerdem lehrt diese Gemeinschaft wichtige soziale Werte wie den Respekt, die Teamarbeit, oder die Kollegialität.
  8. Gestaltungskraft und Fantasie: Die Musik regt die rechte Gehirnhälfte an, die auf Empfindungen, Gefühle und Kreativität spezialisiert ist. Das öffnet die Fähigkeiten anderer Künste, wie zum Beispiel die Malerei, und fördert die ästhetische Sensibilität sowie die Fantasie.
  9. Disziplin und Aufmerksamkeitsspanne: Ein Instrument zu erlernen ist eine Herausforderung, welche ständig Übung und Geduld benötigt. Das unterstützt die Konstanz und Disziplin, sowie die Willenstärke. Das Kind legt Routinen fest und lernt, auf alle Einzelheiten zu achten.
  10. Integrale Entwicklung: Wie wir gesehen haben, wirkt die Musik, besonders das instrumentale Spiel, auf alle Gehirnzonen. Daraus können wir schließen, dass das Erlernen eines Instruments das kompletteste Training für den Geist ist. Eine frühe musikalische Ausbildung wird die integrale Entwicklung des Kindes fördern!

 Für diejenigen, die noch mehr über das Thema wissen möchten, hinterlassen wir dieses interessante Video:

 

 

Viel Spaß und möge die Musik mit Dir und Deinem Kind sein!

 

Rocío Rossi 

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